Hausgeburt – wunderschöne Ankunft des Bärenmädchens – Oktober 2017

Hausgeburt  – wunderschöne Ankunft des Bärenmädchens – Oktober 2017

Hausgeburt – wunderschöne Ankunft des Bärenmädchens – Oktober 2017

❤️

*Mamabär*

Da wir uns dieses Mal für eine Hausgeburt entschieden haben und ich sie als so viel schöner empfand, als meine erste Geburt im Krankenhaus, möchte ich euch sehr gern ein wenig daran teilhaben lassen. Einfach, um euch zu zeigen, wie wunderbar es ist, zu Hause sein Baby zu bekommen. Für mich ist dieser Beitrag eine ganz tolle Erinnerung an diese ”magische” Nacht ❤️

Aber nun starten wir mal von Anfang an.

Da die 2 Tages Geburt von Fabio alles andere als schön für mich war, war lange Zeit ein Zweites Kind kein Thema. Zu sehr hatte ich Angst, nochmals alles wie beim Großen im Kreissaal erleben zu müssen. Doch irgendwann kommt der Punkt, wo man wirklich gewisse negative Sachen vergisst, und ich bereit für Baby Nr. 2 war.
Als ich von der SS im März erfahren habe, wusste ich gleich das ich mich dieses mal ganz anders auf die Geburt vorbereiten werde 💪

Ich kontaktierte gleich meine wunderbare Hebamme, die ich bei Fabio leider erst gegen Ende der SS kennen lernen durfte. Von unseren Problemen der ersten Geburt wusste Ulli natürlich schon aus der Vergangenheit und den Erstgesprächen. So kamen wir auf Hypno Birthing.
Wem das Thema nichts sagt, der kann gerne hier Details nachlesen: https://www.schwanger.at/artikel/hypnobirthing.html

Ziemlich früh in der SS überlegte ich immer mehr, weg von der Alltäglichen Krankenhausgeburt und hin zur Hausgeburt zu gehen. Ich hatte ein irrsinniges Vertrauen in meine Hebamme, und wusste genau das ich es mit IHR schaffen würde.
Klar ist es ein massives Umdenken und es stellen sich im ersten Moment zahlreiche Fragen.

– Was wird Papbär dazu sagen? (eigentlich meine größte Sorge 😅)
– Was ist wenn etwas nicht gut läuft?
– Wie gefährlich ist es wirklich?
– Darf man dann trotzdem noch ins Krankenhaus?
– Was tun, wenn die Schmerzen nicht aus zu halten sind?

Fragen über Fragen… die uns aber unsere Hebamme nehmen konnte, ich fasste immer mehr Vertrauen (überhaupt in mich selbst) das zu schaffen, so entschloss ich, mit Sascha’s Unterstützung (was mir auch sehr wichtig war), um die 30. Woche herum, das mein Babymädchen zu Hause geboren wird. Ab diesem Zeitpunkt war ich auf einmal so entspannt, hat KEINE Angst mehr vor der Geburt und freut mich darauf.

Ab dem 4.10. durfte Elina ohne Probleme zu Hause kommen, da sie ab diesem Zeitpunkt kein Frühchen mehr war. Ab da stand auch unsere Hebammen auf “Bereitschaft”. Jeder kleine Ausflug wurde an uns gemeldet, und die zweite Hebamme aus ihrem Team (die mich in den letzten 4 Wochen geburtsvorbereitend akupunktiert hat) stand uns zur Sicherheit auch zur Verfügung. Das beruhigt sehr – überhaupt Papabär 😋!

20.10.2017 – Elina kündigt sich an – 5 Tage vor errechneten ET besuchte mich meine liebe Hebamme wieder um ein CTG zu schreiben. Bei diesem Gespräch wussten wir beide, das es nicht mehr lange dauern wird, bis sich die kleine Maus zu uns kommt.
Papabär war informiert, konnte aber diesen Tag noch ganz normal fertig arbeiten.
Gegen Abend waren vereinzelt Wehen da, die aber sehr unregelmäßig waren. Ich beschloß nochmal alles auf zu räumen bevor ich ins Bett ging. Die Nacht verlief ruhig.

21.10.2017 -Die Wehen sind weiterhin sehr leicht, aber kommen immer wieder. Ich war innerlich so ruhig, dass ich überhaupt nicht auf Abstände achte. Ich genoß den Tag noch mit viel Fabio kuscheln 👩‍👦.
Nachmittags waren die Wehen dann ganz Weg, und zu diesem Zeitpunkt war ich dann unsicher, ob es wirklich losgehen wird. Abends kontaktierte mich unsere Hebamme nochmals, wie mein Tag war.
Gegen Abend fingen die unegelmäßigen Wehen wieder an, aber ich lag noch ganz entspannt vor dem Fernseher uns sah mir einen meiner Lieblingsfilme (Skyfall 💁🏼) an. Einstweilen ging Sascha mit Babybär Fabio schlafen…..

….. Als er wiederkam waren die Wehen schon regelmäßiger, aber trotzdem noch nicht schlimm für mich. Gegen Halb 12 bat ich Sascha die Hebamme zu rufen, weil ich auf einmal so ein komisches Gefühl hatte, und ja während dem Telefonat ist mir die Fruchtblase geplatzt 😅. Danach ging alles sehr sehr flott…

22.10.2017 – Elina’s wunderschöne Geburt ❤️ – Gegen Mitternacht war Hebamme Ulli mit 4 vollen Reisekoffern da. Ihre Ankunft machte mich nochmal enstpannter und ich hatte ein sehr gutes Gefühl – überhaupt als sie gleich nach dem Muttermund sah und dieser schon komplett offen war. Ich lag übrigens schon in der Badewanne, die mir Sascha eingelassen hat, und hörte meine Hypno Birthing CD.
Ab da an hatte ich schon Presswehen…

… Auch in dieser Phase der Geburt ist mir bewusst das ich Zuhause bin und es fühlt sich einfach gut an. So viel Ruhe und Geborgenheit wäre für mich an sonst keinem anderen Ort möglich gewesen.

Unter den letzten Presswehen bin ich nicht mehr komplett still 🙈. Es fällt natürlich auch der Satz „Ich kann/will nicht mehr!“. Doch gleich danach erinnere ich mich daran, dass es nach diesem Satz nicht mehr lange dauern wird.

Nach 2-3 Positionswechsel in der Badewanne entschied Ulli, in die Trickkiste zu greifen und mittels Homöopathie (Globuli) das ganze zu beschleunigen. Auf einmal merkte ich das der Kopf kam, und schrie ihr sofort. Und plötzlich ging es schnell, ich spürte den Kopf und unser kleiner Schatz kam unter Wasser (um 01:37 Uhr) auf die Welt.
Dies ist der einzige Moment der gleich wie im Krankenhaus war – ERLEICHTERUNG, FREUDENTRÄNEN und STOLZ.

💕 Willkommen auf der Welt kleine Elina, schön das du nun endlich bei uns bist 💕

Gemeinsam gingen wir dann ins Wohnzimmer, schalteten leise den Fernseher ein und während die kleine bei Papa schlief wurden meine Wunden versorgt. Auch hier: VIEL besser als im Krankenhaus.
Ulli reinigte dann noch die Badewanne und packte zusammen. Erst danach wurde in Ruhe die Nachricht verbreitet und gemütlich mit unsere BESTEN Hebamme ein Gläschen Sekt getrunken.

Dann verabschiedete sie sich (trotzdem jederzeit erreichbar) und lies uns als Familie kennenlernen. Wir lagen bis in der Früh auf der Bank und genossen die Zeit total. Alles so friedlich, keine anderen Personen im Zimmer die einen wach halten, keine Ärzte oder Betreuer die ständig Vorort sind. Man braucht dies auch gar nicht!

Am Abend des selben Tages kam dann Ulli zur Kontrolle und sich weiter um mich zu kümmern.
Dies war dann in der ersten Woche jeden Tag so, und war schon kaum weg zu denken. Es hat schon fast was familiäres diese Situation. Sie stand uns mit Rat und Tat zur Verfügung. Noch heute kommt sie, um unseren Zwerg zu begutachten und meine Wunden zu lasern.

Jetzt fragt ihr euch sicher was mit Fabio eigentlich war. Tja – wie es die Natur wollte, verschlief er die Geburt und wurde erst 30min später durch ein Gelse (!!!! 😁) geweckt. – Mehr zum Thema Fabio und seine Reaktion kommt in einem seperaten Blogpost.

 

Auszug aus den Reaktionen & unsere Meinung dazu:
– Oh wie schlimm – das könnt ihr ja nicht machen!
(Wie man bei uns und all den andern Hausgeburten sieht – man kann!)
– War das gewollt?
(Ja war es!)
– Das ihr euch das traut!
(Mut wird belohnt –  Zitat von jemand ganz wichtigen: Ich verstehe nicht warum man, wenn man nicht ernsthaft krank ist, ins Krankenhaus gehen muss!)

Wichtig noch zu erwähnen:
– Kein einziges Mal im KH gewesen (CTG usw. lässt sich auch alles gemütlich bei der Hebamme erledigen)
– Nach der Geburt muss man innerhalb der ersten 10 Tage zu einem Kinderarzt, um die erste Mutter-Kind-Pass Untersuchung zu erhalten.

Wenn es nun für den einen oder anderen unvorstellbar ist, dass es wundervolle Geburtserlebnisse gibt, sag ich euch: Es kann wirklich sehr, sehr schön sein, trotz der wirklich starken Schmerzen. Es ist eben nur von vielen äußeren und inneren Umständen abhängig. 

Immer wieder würde ich mich für diese Hausgeburt entscheiden ❤️. Natürlich nur, wenn aus gesundheitlichen Gründen nichts dagegen spricht und die SS so verläuft, dass es aus Sicht der Hebamme das OK gibt.

Für uns jedenfalls werden diese so kostbaren Stunden für immer unvergessen bleiben.
Ein RIESENGROSSES Danke an die allerbeste Hebamme, die man sich nur vorstellen kann, DANKE ULLI du bist die Beste ❤️

 

Buchempfehlungen:

Marie F. Mongan – Hypno Birthing:
https://www.amazon.de/HypnoBirthing-nat%C3%BCrliche-sicheren-sanften-leichten/dp/3938396202/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1510586869&sr=8-1&keywords=hypnobirthing+buch

Frédérick Leboyer – Atmen, Singen, Gebären
https://www.amazon.de/Atmen-singen-geb%C3%A4ren-Fr%C3%A9d%C3%A9rick-Leboyer/dp/3530401919/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1510587013&sr=1-1-catcorr&keywords=Singen+und+Geb%C3%A4ren


Hebammen Verzeichnis Allgemein: http://www.salonmama.com/hebammen/
Unsere Hebammen:
http://www.salonmama.com/hebammen/hoheneich/ulrike-schuster
http://www.salonmama.com/hebammen/gmuend/susanne-weiss

Hier geht´s zu Fabio´s Schwangerschaftsbericht: https://www.babybaer-kollektion.at/schwangerschaftsbericht-fabio/

Meinung & Text by:

(c) https://www.babybaer-kollektion.at

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